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Wenn man mit Carl Maria von Webers Der Freischütz Waldidylle und Jägerromantik assoziiert, unterliegt man einem lange Zeit verbreiteten Irrglauben. Denn der Komponist selbst äußerte, der Hauptcharakter seiner 1821 uraufgeführten Oper sei düster und die „dunkeln Bilder der Außenwelt unterstützen und verstärken das Dunkel der Tonbilder gar wirksam“. So sind es in erster Linie die abgründigen Seiten, die den regieführenden Intendanten Johannes Reitmeier an diesem Werk faszinieren. Im Mittelpunkt steht der Jägerbursche Max, ein typischer Vertreter der Epoche der Romantik. Er ist kein strahlender Held, sondern ein von Selbstzweifeln zerrissener Grübler. Um Agathe, die Tochter des Erbförsters, heiraten zu dürfen, muss er einen Probeschuss erfolgreich absolvieren. Allerdings hat er zuvor als Schütze versagt. Seine Verunsicherung treibt ihn in die Arme des Jägerburschen Kaspar, der sich bösen Mächten verschrieben hat. Legendär ist die spannende Szene in der Wolfsschlucht, deren geheimnisvolle Atmosphäre Carl Maria von Weber durch seine in genialer Weise eingesetzte sinfonische Behandlung des Orchesters aufbaut. Dort stellen Max und Kaspar in einer magischen Prozedur sieben Freikugeln her. Sechs davon sollen das vom Schützen gewünschte Ziel treffen, eine Kugel jedoch gehört dem Teufel … Volkstümlich anmutende Melodien stehen in dieser großartigen und richtungsweisenden Komposition den mitreißenden Schilderungen von Natur- und Seelenlandschaften gegenüber. Erstmalig erklingen am Tiroler Landestheater anstelle der Dialoge die von Hector Berlioz für die Pariser Aufführung von 1841 komponierten Rezitative.
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