Jan'2221

Venue details

Opernhaus , Theaterpl. 2, 09111 Chemnitz

Full Production Cast & Crew

Cast & Crew

Stage director
Costume designer
Set designer
Choreographer
Chorus master
~
Hanna Glawari (Hannah Glawari)
Graf Danilo Danilowitsch (Count Danilo Danilowitsch)
Baron Mirko Zeta
Valencienne
Camille de Rosillon (Camille of Rosillon)
Bogdanowitsch (Bogdanovitch)
Raoul de Saint-Brioche (Ralph of Saint-Brioche)
Pritschitsch
Praškowia (Praskowia)

About the work

„In Ermangelung eines besseren Lokals tanzen die Völker auf dem Vulkan“, wusste schon der Wiener Komiker Fritz Grünbaum. Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe scheint den pointierten Ausspruch geradezu exemplarisch zu belegen. Hier tanzt man genauer gesagt auf dem Gesandtschaftsball oder im Nachtlokal, und während das Schicksal des Vaterlandes am seidenen Faden hängt, genießt das Diplomaten-Corps des Kleinstaats Pontevedro das Pariser Leben bei vollen Bezügen. Zugleich schaut alles auf die junge Witwe Hanna Glawari, um deren Hand die Pariser Männerwelt wirbt. Heiratet die pontevedrinische Millionenerbin keinen Landsmann, wandert ihr Vermögen ins Ausland. Ihr Heimatstaat wäre mit einem Schlag bankrott. Chefdiplomat Baron Zeta setzt alles auf eine Karte: Gesandtschaftssekretär Graf Danilo Danilowitsch soll die drohende Katastrophe abwenden, am besten indem er die Glawari selbst heiratet. Der notorische Junggeselle denkt allerdings gar nicht daran. Er fühlt sich viel zu heimisch bei den Grisetten im Maxim. Und gab es nicht auch so eine alte Geschichte zwischen ihm und Hanna? … Nachdem das Treffen der beiden zur förmlichen „Kriegserklärung“ führt und Hanna sich mit einem Franzosen verlobt, scheint die Staatspleite unvermeidlich. Trotzdem kommt Pontevedro noch einmal davon. Hanna sind die Pariser Herren nämlich in Wahrheit schnurz. Sie sucht einzig und allein den Mann, der sie auch ohne ihr Geld wahrhaft liebt und findet ihn natürlich – in Danilo. Franz Lehárs Die lustige Witwe avancierte 1905 zum Welterfolg und zur Geburtsstunde der modernen Operette. Melodien wie Lippen schweigen, Da geh‘ ich zu Maxim oder Das Studium der Weiber ist schwer wurden in kürzester Zeit Gemeingut. Spielend leicht vereint Lehárs Meisterwerk Fragen von Geld und Liebe, politische Satire und das Ringen einer selbstbestimmten Titelheldin um den Mann, den sie will. Regisseur Michael Schilhan begeisterte in Chemnitz bereits mit seinen Inszenierungen Die Zauberflöte und Emil und die Detektive. Nun wird er die Spur der ebenso korrupten wie lebensfrohen Diplomaten aufnehmen. Wer wie Schilhan mit wachen Augen durchs Leben geht, weiß: Pontevedro ist überall und Grünbaums Bonmot zeitlos aktuell.
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