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Venue details

Theater an der Wien , Linke Wienzeile 6, 1060 Wien, Austria

Full Production Cast & Crew

Cast & Crew

Conductor
Stage director
Lighting designer
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Orchestra
Concentus Musicus Wien
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Giulio Cesare (Julius Caesar)
Sesto Pompeo (Sesto)
Cleopatra

About the work

Giulio Cesare hat seinen politischen Widersacher Pompeio besiegt und den Flüchtenden nach Ägypten verfolgt. Als Cesare dort ankommt – begleitet von Pompeios Frau Cornelia und deren Sohn Sesto –, wird er vom Volk gefeiert. Aber er betritt ein zerrissenes Land. Die Geschwister Tolomeo und Cleopatra sollten gemeinsam Ägypten beherrschen, beide beanspruchen jedoch die Alleinherrschaft für sich. Tolomeo glaubt, den starken Mann aus Rom für sich gewinnen zu können, indem er ihm den Kopf des Pompeio überreichen lässt. Der Schutzsuchende fiel sofort Tolomeos Machtbestrebungen zum Opfer. Das Geschenk hat nicht den gewünschten Effekt: Cesare ist angeekelt, Cornelia und Sesto fordern Rache. Dabei verliebt sich Tolomeos intriganter Ratgeber Achilla in Cornelia und schmiedete finstere Pläne, sie in seinen Besitz zu bringen. Auch Cleopatra versucht Cesare für sich zu nutzen, sie aber setzt ihre Schönheit ein: Inkognito als von Tolomeo bedrängte „Lydia“ appelliert sie an Cesares Beschützerinstinkt. Dabei belauscht sie Cornelias undSestos Rachepläne und verschafft ihnen Zugang zu Tolomeo. Ihr Anschlag misslingt jedoch, und die beiden werden festgenommen. Achilla will Cornelia und Sesto freilassen, wenn Cornelia sich ihm hingib. Sie lehnt ab. Indessen ist auch Tolomeo für Cornelia entbrannt und will sie für sich. Mit einem großartigen Auftritt erobert Cleopatra Cesare endgültig: Kostümiert als Personifikation der Tugend singt sie ihm ein berückendes Liebeslied. Cesares und „Lydias“ Rendezvous wird brutal gestört, denn Tolomeo greift mit seinen Truppen Cesares Armee an. Cleopatra enthüllt aufgebracht ihre wahre Identität und ihre nun echte Liebe, und der verblüffte Cesare eilt in den Kampf. Zunächst scheint alles schief zu gehen: Cesare kann sich nur durch einen Sprung ins Hafenbecken seinen Feinden entziehen, Cleopatra wird gefangengenommen und Cornelia von Tolomeo sexuell bedrängt. Aber Sesto erdolcht Tolomeo, und Achilla wechselt mitten in der Schlacht die Seiten – aus Wut darüber, dass Tolomeo ihm Cornelia nicht gönnte. Cesare kann sich schwimmend retten, er geht als Held an Land, setzt Cleopatra als Königin ein und die Liebenden werden vom Volk gefeiert. Georg Friedrich Händel schuf Giulio Cesare in Egitto 1723/24 in London auf dem Zenit seines Erfolges als Komponist italienischer Opern. Die Uraufführung im King’s Theatre am Haymarket am 20. Februar 1724 war ein besonderer Triumph. Auch heute ist Giulio Cesare fester Bestandteil des Musiktheaterrepertoires. Das mag daran liegen, dass die historischen Hauptfiguren bis heute faszinieren, aber auch daran, dass Händel hier eine seiner inspiriertesten Partituren schuf. Händels Dramaturg Nicola Haym bearbeitete und kürzte dafür ein älteres italienisches Libretto, denn die Londoner wollten keine fünf Stunden lange Opern hören, ihnen reichten drei Stunden. Während der Vorbereitung wechselte mehrfach die Sängerbesetzung, weshalb Händel ständig neue Fassungen einzelner Partien erstellen musste. In der Uraufführung konnte man schließlich den Kastraten Senesino als Cesare erleben, der sowohl für seine Stimme als auch für seine Erscheinung auf der Bühne in ganz Europa gerühmt wurde. Cesare erscheint hier als idealer Held und Liebender, jede Arie präsentiert eine andere Facette seines Charakters. In seinem Accompagnato „Alma del gran Pompeo“ zeigt er Melancholie und Edelmut, denn er achtet und betrauert seinen Gegner. Senesino konnte alle seine schauspielerischen und sängerischen Qualitäten vorführen. Nicht weniger beeindruckend war die Darstellung der Cleopatra durch Francesca Cuzzoni, eine der damals umjubeltsten Primadonnen. Die ägyptische Königin wandelt sich von einer selbstbewussten, zielstrebigen jungen Frau zu einer durch Liebe und Lebensgefahr gereiften Herrscherin. Einzigartig ist ihr Auftritt als Tugend, um Cesare zu berücken. Händel komponierte dafür anstatt der erwartbaren blendend-virtuosen Arie eine ganz einfache, klare Melodie von unbeschreiblicher Schönheit: „V’adoro pupille“ gilt als eine der besten Arien Händels. Ähnlich bezwingend ist ihr „Piangerò“ im dritten Akt, ein ergreifender Abschied vom Leben. Fast die Hälfte der Musik von Giulio Cesare ist diesen beiden Hauptfiguren vorbehalten, ihre Nummern sind, was Virtuosität, Ausdruck und dramatische Kraft anlangt, eine Abfolge von in der barocken Oper kaum mehr erreichten Höhepunkten.
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