Juni'21 - Juli'21
WPUraufführung
Sprachen:  ItalienischÜbertitel:   Deutsch
Juni'212728Juli'210102040508091214

Details der Spielstätte

Bockenheimer Depot , Bockenheimer Depot, 60325 Frankfurt am Main, Germany

Vollständige Besetzung & Stab der Produktion

Besetzung & Produktionsteam

Kostümbild
Videogestaltung
Orchester
Schumann Quartett
Chor
Frankfurter Opern- und Museumsorchester Vokalensemble

Andere

Brunetto Latini
Alessio Interminei
Vanni Fucci

Bilder

Über das Werk

Ein Mann am Nullpunkt. Sein Lebensweg hat ihn in die Irre geführt. Da beschließt er, das Jenseits aufzusuchen. Er geht durch die Hölle. Als Dante Alighieri zu Beginn des 14. Jahrhunderts begann, sein Riesenwerk Die Göttliche Komödie niederzuschreiben, war er als Dichter, Politiker und Mensch gescheitert. Aus seiner Heimatstadt Florenz ins Exil vertrieben, erfand er sich neu, indem er sich selbst zum Protagonisten einer Reise durch Hölle, Fegefeuer und Paradies machte. Im ersten Teil, dem Inferno, entwickelt er sprachgewaltig Fantasien über die Qualen der Verdammten. Unter ihnen sind ehemalige Weggefährten, mit denen er alte Rechnungen offen hat, aber auch mythische Gestalten wie Francesca da Rimini oder Odysseus. Am Ende seines Höllentrips steht er vor Lucifer, dem gefallenen Engel. Bei Dante bleibt der Höllenfürst sprachlos. In ihrer Oper verleiht Lucia Ronchetti ihm eine Stimme; den Text dazu hat ihr der italienische Autor Tiziano Scarpa geschrieben. Die Komponistin vereint in ihrem zweisprachig konzipierten Werk Sprech- und Gesangspartien. Der Schauspielrolle des Dante stellt sie ein Vokalquartett gegenüber, das für »Dantes innere Stimme« steht. In suggestiven Klanglandschaften lässt Lucia Ronchetti Dantes Schreckensvisionen lebendig werden und bedient sich dabei einer eigenwilligen Orchestrierung: Ein reines Blechblas-Ensemble und vier Paukisten werden am Ende, im Epilog, durch ein Streichquartett abgelöst. Für ihre Inszenierung nehmen die Regisseure Kay Voges und Marcus Lobbes Bezug auf den 1911 entstandenen, italienischen Stummfilm Inferno, den sie, kontrastierend mit eigenen Filmsequenzen, in die Inszenierung einbeziehen. Dabei wird klar: Die Hölle ist verdammt diesseitig!
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