févr.'2227

Détails de la salle

Theater an der Wien , Linke Wienzeile 6, 1060 Wien, Austria

Production complète - distribution et équipe de production

Distribution et équipe de production

Direction d'orchestre
Orchestre
Ensemble Matheus

À propos de l'œuvre

Eine bittere Intrige überschattet den olympischen Gedanken und auch den erhofften Sieg in einem der berühmtesten Libretti von Pietro Metastasio: Der kretische Prinz Licida bittet seinen Freund Megacle aus Athen, unter seinem Namen an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Als Megacle erfährt, dass der Sieger der Spiele die Königstochter Aristea zur Frau erhält, findet er sich in einem moralischen Dilemma wieder, denn Aristea ist die Frau, die er seit langem liebt. Doch aus Loyalität zu seinem Freund tritt Megacle bei den Spielen an und gewinnt. Nach dem Sieg ist die Verwirrung für Aristea perfekt: Sie glaubt, dass sie nun mit Megacle glücklich sein könne, er eröffnet ihr aber, dass er die Spiele für einen Freund gewonnen hat – Aristea muss nun Licida heiraten. Aber auch Licida hat eine Geliebte, die kretische Dame Argene, die in Verkleidung als Hirtin Licori mit von der Partie ist… Schließlich können die Konflikte um Liebe, Freundschaft und sogar einen verlorenen Sohn glücklich aufgelöst werden. Die ursprünglichen Paare finden sich und dürfen in dergewünschten Konstellation ihr zukünftiges Leben miteinander verbringen. Der seit 1730 als Hofdichter für Kaiser Karl VI. in Wien tätige und in der Michaelerkirche bestattete Pietro Metastasio war sicher der berühmteste Librettist seiner Zeit. Die Geschichte über den wirklichen Wert von Sieg und Niederlage schuf er 1733 für seinen Kollegen, den Hofkomponisten Antonio Caldara. Das turbulente Libretto erhielt Antonio Vivaldi – seit 1726 musikalischer Leiter und Composer in residence am Teatro Sant’Angelo in seiner Heimatstadt Venedig – noch im gleichen Jahr. In einer Bearbeitung von Bartolomeo Vitturi und mit neuer Musik Vivaldis wurde L’Olimpiade zum Abschluss der Karnevalssaison am 17. Februar 1734 im Teatro Sant’Angelo uraufgeführt. Jedoch war der Stern des einst bekanntesten Musikers von Europa im Sinken begriffen – Zeitgenossen beurteilten die Musik von L’Olimpiade als eher unmodern, und tatsächlich brachten die 1730er Jahre eine musikalische Stilwende. Für uns heute ist das insofern irrelevant, als L’Olimpiade ein musikalisch mitreißender Vivaldi ist, der die flirrende Atmosphäre zwischen Altar und Arena packend vermittelt.
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