May'22 - May'22
DBDouble/Triple bill
PF
 Ja, Mai (Part of a Festival)
May'2223252729

Full Production Cast & Crew

Cast & Crew

Stage director
Costume designer
Set designer
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Orchestra
Münchener Kammerorchester
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Schwester Agnes
Schwester Jasmin
Frau Fink von der Bestattung

About the work

Georg Friedrich Haas’ Kammeroper beginnt, wie viele Opern enden: Matthias stirbt, begleitet am Sterbebett von seinem Geliebten Thomas. Das Stück setzt ein mit dem stockenden Atem des Sterbenden, in völliger Stille. Erst nach seinem Tod erklingt Musik. Sie ist verschränkt mit einer Handlung, die die nun folgenden Abläufe im Krankenhaus schildert: Ärzte stellen den Tod fest, zwei Schwestern waschen liebevoll den Toten, eine Bestatterin klärt Formalitäten, Thomas hält Wache am Totenbett, geplagt von Erinnerungen an Versäumtes. Am Ende der Oper kehrt der Tote anscheinend ins Leben zurück – ein Wunder oder eine Halluzination des Verlassenen Geliebten, der den Tod nicht begreifen kann? Im Mittelpunkt von Haas‘ Musik steht der Schmerz des zurückgelassenen Thomas. Der konkrete Text von Händl Klaus wird von Haas sensibel ausgeleuchtet und vielschichtig vertieft. Mit Haas‘ Protagonisten Thomas sitzt das Publikum, sitzen Zuhörer und Zuhörinnen am Sterbe- und Totenbett seines Geliebten Matthias und müssen Abschied nehmen. Haas‘ intensiver musiktheatraler Blick auf die Themen Liebe und Tod wird in diesem Abend ergänzt durch die Perspektive eines anderen, nicht weniger radikalen Komponisten: Claudio Monteverdi revolutionierte vor über 400 Jahren die Musiksprache. Auch ihn beschäftigten die Themen Liebe und Tod in Werken, die noch heute tief berühren. Thomas wird in der Fassung der Bayerischen Staatsoper mit Monteverdis Madrigal Lamento d’Arianna verschränkt: eine Versinnbildlichung von Trauer und Abschiedsschmerz im Angesicht des Todes.
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