Über

 

Inhaltsangabe

Language:

English

»La traviata« – directly translated »The one who has lost her way«, says the Parisian courtesan Violetta Valéry, who, already doomed to die from a lung disease, falls in love with Alfredo Germont against her way of life and all reason and in her urge for freedom and happiness ultimately fails because of bourgeois moral concepts. When it premiered in Venice in 1853, this story provoked a scandal: an opera about a courtesan who dies of tuberculosis and is also based on a real woman from Parisian society was an unprecedented innovation at the time. Focused on the triangular relationship between Violetta, her lover Alfredo and his father, Verdi created a character, above all with the figure of Violetta, whose emotional range between lyrically guided bel canto passages and overwhelming musico-dramatic outbursts captivates the audience. Director Barbora Horáková tells »La traviata« in the dazzling world of 19th century variety shows.

Akt I

Beschreibung: Violetta Valéry is one of the most beautiful and most adored ladies in the Parisian half-world, who gives lavish parties in her salon and celebrates life itself. The young Alfredo Germont is also present at one of these celebrations and is asked by the hostess to give a toast. He sings the praises of love, but cannot impress Violetta very much at first. She finds her greatest happiness in indulgence and other simple pleasures in life. When the party goes to the dance, Violetta, who is suffering from consumption, suffers a fainting spell and has to stay behind. Alfredo stays with her and spontaneously declares his love for her. He asks her when he can come back and Violetta gives him her favorite flower, a camellia. When this has withered, Alfred should come back. When he's gone, Violetta is left alone with her conflicting feelings. On the one hand, she loves this life of pleasure and freedom, but at the same time longs for a close bond with a person and life away from the superficial Parisian society.

Akt II

Beschreibung: Violetta and Alfredo have become a couple and they are having a happy time in the countryside near Paris. Alfredo learns from Annina, Violetta's servant, that Violetta intends to sell valuables in order to further finance their happiness together out here. Alfredo then decides to travel to Paris himself to raise the necessary money. As soon as he's gone, a man appears in Violetta's house, whom she initially takes to be the buyer of her country estate and who reveals himself to be Alfredo's father, Giorgio Germont. He urgently demands that Violetta end her love affair with his son. Alfredo's sister's groom threatens to break off the engagement if Alfredo doesn't break with her. Violetta decides to sacrifice her own for someone else's happiness. When Alfredo returns, she eludes him and secretly leaves for Paris, only to reappear in society that evening at her friend Flora's ball. She sends Alfredo a letter in which she tells him that she has decided to break up with him. Alfredo is stunned. When he finds Flora's invitation, he too, mad with jealousy, sets out for Paris to confront Violetta. He meets her at the party on the arm of her former lover, Baron Douphal, whom she pretends to love dearly. Alfredo challenges the baron to a duel and, in front of the guests, throws a wad of money in Violetta's face as payment for her "priceless services". Violetta collapses. All the protestations of her love for Alfredo and Alfredo's rebuke by his father are useless. After the duel with Douphal, Alfredo has to flee abroad.

Akt III

Beschreibung: Violetta's will to live is broken. Alone and marked by death, she lives in her Paris apartment. When Alfredo learns from his father the real reasons behind Violetta's separation, he immediately rushes back to Paris to her sickbed. Desperate, he asks her forgiveness. Overwhelmed by his love, Violetta recovers for a moment. But it is too late. As a farewell she hands him a medallion with her picture on it and dies in his arms. Together with his father, Alfredo remains in remorse and despair.

Language:

Deutsch

»La traviata« – direkt übersetzt »Die vom Wege Abgekommene«, meint die Pariser Kurtisane Violetta Valéry, die sich, durch eine Lungenkrankheit bereits dem Tode geweiht, gegen ihre Lebensweise und alle Vernunft in Alfredo Germont verliebt und in ihrem Drang nach Freiheit und Glück schließlich an den bürgerlichen Moralvorstellungen scheitert. Bei ihrer Uraufführung 1853 in Venedig provozierte diese Geschichte einen Skandal: Eine Oper über eine Kurtisane, die an Tuberkulose stirbt und noch dazu einer real existierenden Frau der Pariser Gesellschaft nachempfunden ist, war für die damalige Zeit eine unerhörte Neuerung. Fokussiert auf die Dreiecksbeziehung zwischen Violetta, ihrem Geliebten Alfredo und dessen Vater erschuf Verdi vor allem mit der Figur der Violetta einen Charakter, dessen emotionale Bandbreite das Publikum zwischen lyrisch geführten Belcantostellen und überwältigenden musikdramatischen Ausbrüchen in seinen Bann zieht. Regisseurin Barbora Horáková erzählt »La traviata« in der schillernden Welt des Varietés des 19. Jahrhunderts

Akt I

Beschreibung: Violetta Valéry ist eine der schönsten und umschwärmtesten Damen der Pariser Halbwelt, die in ihrem Salon rauschende Feste gibt und das Leben selbst feiert. Auf einem dieser Feste ist auch der junge Alfredo Germont zugegen und wird von der Gastgeberin aufgefordert, einen Trinkspruch zu geben. Er singt ein Loblied auf die Liebe, kann Violetta damit aber zunächst nicht sonderlich beeindrucken. Sie empfindet ihr größtes Glück im Genuss und anderen einfachen Freuden des Lebens. Als sich die Gesellschaft zum Tanz begibt, erleidet die an der Schwindsucht erkrankte Violetta einen Schwächeanfall und muss zurückbleiben. Alfredo bleibt bei ihr und erklärt ihr spontan seine Liebe. Er fragt sie, wann er wiederkommen dürfe und Violetta schenkt ihm daraufhin ihre Lieblingsblume, eine Kamelie. Wenn diese verwelkt sei, solle Alfred wiederkommen. Als er fort ist, bleibt Violetta ihren widersprüchlichen Empfindungen allein überlassen. Einerseits liebt sie dieses Leben in Lust und Freiheit, sehnt sich aber gleichzeitig nach einer engen Bindung an einen Menschen und das Leben fern der oberflächlichen Pariser Gesellschaft.

Akt II

Beschreibung: Violetta und Alfredo sind ein Paar geworden und sie verbringen eine glückliche Zeit auf dem Land bei Paris. Von Annina, der Dienerin Violettas, erfährt Alfredo, dass Violetta Wertsachen zu verkaufen beabsichtige, um ihr gemeinsames Glück hier draußen weiter zu finanzieren. Alfredo beschließt daraufhin, selbst nach Paris zu reisen, um das nötige Geld aufzutreiben. Kaum ist er fort, erscheint ein Mann in Violettas Haus, den sie zunächst für den Käufer ihres Landsitzes hält und der sich als Alfredos Vater, Giorgio Germont, zu erkennen gibt. Eindringlich verlangt er von Violetta das Ende ihrer Liebschaft mit seinem Sohn. Der Bräutigam von Alfredos Schwester drohe, die Verlobung zu lösen, falls Alfredo sich nicht von ihr lossage. Violetta entschließt sich, für das Lebensglück einer anderen ihr eigenes zu opfern. Als Alfredo zurückkommt, entzieht sie sich ihm und reist heimlich nach Paris ab, um am Abend bei dem Ball ihrer Freundin Flora wieder in der Gesellschaft zu erscheinen. Alfredo lässt sie einen Brief zukommen, in dem sie ihm ihren Entschluss mitteilt, sich von ihm zu trennen. Alfredo ist fassungslos. Als er Floras Einladung findet, macht er sich rasend vor Eifersucht ebenfalls auf den Weg nach Paris, um Violetta zur Rede zu stellen. Er trifft sie auf dem Fest am Arm ihres früheren Liebhabers Baron Douphal, den sie vorgibt, innig zu lieben. Alfredo fordert den Baron zum Duell und wirft Violetta vor den Augen der Festgesellschaft ein Bündel Geldscheine ins Gesicht, als Bezahlung für ihre »unschätzbaren Dienste«. Violetta bricht zusammen. Alle Beteuerungen ihrer Liebe an Alfredo und die Zurechtweisung Alfredos durch seinen Vater, nützen nichts. Nach dem Duell mit Douphal muss Alfredo ins Ausland fliehen.

Akt III

Beschreibung: Violettas Lebenswille ist gebrochen. Allein und vom Tode gezeichnet lebt sie in ihrer Pariser Wohnung. Als Alfredo von seinem Vater die wahren Beweggründe für Violettas Trennung erfährt, eilt er unverzüglich zurück nach Paris an ihr Krankenbett. Verzweifelt bittet er sie um Verzeihung. Überwältigt von seiner Liebe erholt sich Violetta noch einmal für einen Augenblick. Doch es ist zu spät. Zum Abschied übergibt sie ihm ein Medaillon mit ihrem Bild und stirbt in seinen Armen. Gemeinsam mit seinem Vater bleibt Alfredo in Reue und Verzweiflung zurück.