Oct'2009

Venue details

Deutsche Oper , Bismarckstraße 35, 10627 Berlin, Germany

Full Production Cast & Crew

About the work

Mythos und Märchen sind der Untersuchungsgegenstand schlechthin der Psychoanalyse. Sind in diesen jene archetypischen Geschichten und Begebenheiten eingeschrieben, die als grundlegende menschliche Erfahrungen ihre Spuren im Unterbewussten hinterlassen haben. Und so blickt im Hinterhalt zu DIE WALKÜRE Gastkünstlerin Queen Alaska aus psychoanalytischer Perspektive auf den großen Kunstmythos der Opernwelt, Richard Wagners DER RING DES NIBELUNGEN. Mit C.G. Jungs Methode der Psychoanalyse nimmt Queen Alaska hierbei besonders das Verhältnis des Göttervaters Wotan zur Urmutter Erda und beider Kind, der titelgebende Walküre Brünnhilde unter die Lupe. Wobei sie, anders als Wagner, die hier verhandelten großen Menschheitsfragen von Macht, Liebe und Verantwortung nicht aus der Perspektive eines patriarchalen Systems untersucht, sondern aus der der beteiligten Frauen. Dabei begegnet sie Wagners Musik mit ihrem weichen, sphärischen und fließenden Elektropop. Sie bearbeitet und arrangiert zugleich aber auch Wagners Musik neu und lässt sie so in anderem Gewand erscheinen, kleidet etwa den „Walkürenritt“ in ein neues, elektronisches Klanggewand – und stellt dies Originalauszügen aus dem RING gegenüber. Es singen und spielen Queen Alaska und ihre Band, Musiker*innen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin sowie aus deren Ensemble Sopranistin Rebecca Pedersen, Mezzosopranistin Beth Taylor und – auch Wotan kommt zu Wort – Bariton Noel Bouley. Mit diesem Abend wird die Reihe AUS DEM HINTERHALT auch in der Spielzeit 2020 / 2021 fortgesetzt – weiterhin unter dem Motto: MACHT DER KÜNSTE. Doch worin genau besteht sie? Was kann sie bewirken? Wen kann sie erreichen? Welchen Interessen dient sie? Kuratiert wird die Reihe von dem Sänger, Komponisten und Regisseur Elia Rediger, der für die Abende als „Specials Guests“ Künstler*innen aus Pop, Rock, Avantgarde, Mode und Bildender Kunst einlädt um mit ihnen zusammen den Blick auf die Repertoirewerke der Großen Oper zu werfen – und gemeinsam mit Ensemblemitgliedern der Deutschen Oper Berlin die einzelnen Abende zu gestalten.
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