Oct'2031Nov'20071526Dec'2026Jan'2103

Venue details

Pfalztheater , Willy-Brandt-Platz 4-5, 67657 Kaiserslautern, Germany

Full Production Cast & Crew

Cast & Crew

Conductor
Stage director
Set designer
Costume designer
Chorus master

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About the work

„Wenn ich die Treue meiner Reiche nicht mit Liebe gewinnen kann, liegt mir nichts an der Treue, die eine Frucht der Angst wäre." Der römische Kaiser Titus hat das Ideal der „Clemenza", der Milde und Gnade, als Maxime für seine Regierung erwählt. Doch politische Intrigen, Machtkämpfe und Umsturzbestrebungen kann er damit nicht befrieden. Vitellia, die sich um den Thron betrogen fühlt, ringt dem ihr verfallenen Sextus das Versprechen ab, den Kaiser zu ermorden. Erst nach Titus‘ Tod werde sie ihn heiraten. Sextus ist zerrissen zwischen seiner loyalen Freundschaft mit Titus und seiner fatalen Liebe zu Vitellia. Er zettelt einen Aufstand an und setzt Rom in Flammen. Doch der Kaiser überlebt den Anschlag und begegnet seinen Widersachern mit Milde ... „La clemenza di Tito" entstand in Mozarts Todesjahr 1791, die Komposition überlagerte sich mit der Arbeit an der deutschen Oper „Die Zauberflöte" und am „Requiem". Für die von den böhmischen Ständen bestellte Festoper aus Anlass der Krönung von Kaiser Leopold II. zum König von Böhmen griff Mozart noch einmal auf die traditionelle Opera seria zurück - eine Opernform, die er eigentlich mit „Figaros Hochzeit" und „Don Giovanni" überwunden hatte. Der Stoff nach einem Libretto von Pietro Metastasio, das bereits vielfach vertont worden war, u. a. von Antonio Caldara und Christoph Willibald Gluck, war vorgegeben. Der der Milde verpflichtete Titus schien eine geeignete Projektionsfigur für Leopold II., den Habsburger Kaiser, der sich den Idealen der Aufklärung verpflichtet sah. Mozart durchbrach das strenge Seria-Schema, indem er die Handlung durch den Librettisten Caterino Mazzolà deutlich raffen ließ und den Arien eine Vielzahl von Duetten und Ensembles gegenüberstellte. Bei aller Reife der Komposition und bei aller virtuosen musikalischen Erfindungsgabe fand die Krönungsoper keinen ungebrochenen Beifall. „Una porcheria tedesca" - „eine deutsche Schweinerei" urteilte die Ehefrau des Kaisers, die Spanierin Maria Louisa, nach der Uraufführung am 6. September 1791. Nach der französischen Revolution war auch in Mozarts vermeintlicher Huldigungsoper die Endzeit des europäischen Absolutismus spürbar. In der Rezeptionsgeschichte wurde Mozarts „Titus" lange eher mit spitzen Fingern angefasst, erst in neuerer Zeit fand diese Oper einen verdienten Platz in der Reihe der vielgespielten Meisterwerke Mozarts von „Idomeneo" bis zur „Zauberflöte".
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