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Musical Works
Composers

Past Production Reviews

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AphroditeOberleithner, M. V.
C: Joachim Tschiedel
Chrysis – oder die Lust am Pudern

Im dezent abgedunkelten Gartensaal des Münchner Prinzregententheaters signalisiert die sich in den Spiegeltüren als scheinbarer blauer Abendhimmel reflektierende, blau ausgeleuchtete Deckenmalerei die Weite der griechischen Landschaft. Hier, im Tempel-Areal extrem lustbetonter Liebesdienerinnen spielt die Handlung der Aphrodite. Diese gleichermaßen erotische, wie blutige Geschichte basiert auf Pierre Louÿs, dem Pariser Gespielen von Oscar Wilde und Widmungsträger seiner Salome. An erotischer Libertinage, starker Bildhaftigkeit und Blutigkeit wetteifert Louÿs’ Roman mit dem Drama seines prominenten Liebhabers. Die Kurtisane Chrysis, von einer Kollegin überboten und mit dem Schönheitspreis der Königin ausgezeichnet, verleitet den Bildhauer Demetrios zu Diebstahl und Mord und schließlich zur Zerstörung seiner eigenen Aphrodite-Statue. Deren Position nimmt dann Chrysis selbst ein. Zum Tode verurteilt, darf sie auf Bitte des ihr verfallenen Bildhauers den Schierlingsbecher trinken. Aber auch Demetrios stirbt, doppelt gebrochen durch die Vernichtung seines Kunstwerks und den Dolchstich eines Nebenbuhlers.

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theaterpur.netPeter P. Pachl
GiasoneCavalli
D: Manuel Schmitt
C: Maria Fitzgerald
Mythenscherz

"Ginge es nach den Stimmfarben, dann wären Jason und Medea das ideale, symbiotische Paar, vom Anfang dieser Oper bis zu ihrem Ende. Denn der Countertenor Elmar Hauser und die Mezzosopranistin Fee Suzanne de Ruiter verschmelzen in ihren Duetten fast zu einer Stimme, beide singen herrlich klar, geradlinig, ihre halbdunklen Timbres finden unverbrüchlich zusammen, es ist ein ganz großer Genuss, diesem Klang und diesem Können zuzuhören."

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25 October 2022www.sueddeutsche.deEgbert Tholl